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#Ende Speptemer 1792 Valmy Hans: Ein unausfürbarer Befehl

Es wurde bei der Parole – man denke doch an die Fürsorge! – befohlen, Weizen zu dreschen, ihn bis zum Zerplatzen zu sieden, mit Butter und Speck zu schmälzen und dann zu essen. Das war nun so ein Stück von Parolebefehl, deren es in der Art mehrere gab – ein unausführbarer Befehl! 

Weizen ist zwar noch in den Dörfern, aber wo sollte man den dreschen? Der Kot war knietief, und da drischt es sich gar übel! Und woher sollte man Speck, Butter und Salz nehmen, welches alles in der ganzen Armee nicht zu haben war? Kein Marketender war da, sogar der Jude war in Grandpré zurückgeblieben – wer also sollte das Nötige zum Schmälzen besorgen? 

Einige sotten jedoch Weizenkörner und aßen sie ohne Salz und Schmalz vor lauter Hunger hinein. Optimum ciborum condimentum fames! 

Es gab zwar dort herum auf einigen Äckern noch Kartoffeln, welche man auch holte und kochte. Aber leider war dieses eine gar zu geringe Hilfe. Die Äcker waren gar bald leer und zudem waren die Kartoffeln von der Art derer, die man in Deutschland dem Vieh gibt. Sie vermehrten auch noch die damals alles zerstörende Ruhr. 

Man hatte auch von allen Orten her so viel Vieh zusammengetrieben, als man konnte und da erhielt denn freilich der Soldat auch Fleisch, aber mageres, elendes statt des Brots. Und Brot muss der Soldat haben, wenn er nicht hungern oder an Nebenspeisen nicht erkranken soll.

1 Kommentar zu #Ende Speptemer 1792 Valmy Hans: Ein unausfürbarer Befehl:

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replique iwc montres on Samstag, 30. März 2019 14:45
Every person has right to enjoy his life.
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